Psychologin Anna Klar

🧠 Mensch + Künstliche Intelligenz = Beste Lösung

Wie kann ich besser mit Arbeitskonflikten umgehen und mich dabei selbst weiterentwickeln?

Ich bin 63 Jahre alt und stehe kurz vor dem Ruhestand, habe aber noch Herausforderungen bei der Arbeit. In meinem Team gibt es oft Konflikte, die mich stark belasten. Ich habe das Gefühl, meine Selbstkontrolle zu verlieren und möchte lernen, diese Situationen besser zu meistern, ohne meinen inneren Frieden zu verlieren. Wie kann ich meine Fähigkeit zur Selbstentwicklung stärken, um solche Konflikte konstruktiv zu bewältigen? Gibt es Strategien der Kommunikationspsychologie, die mir dabei helfen können?

Anna Klar

Psychologin und KI

Ein älterer Berufstätiger findet innere Ruhe und Selbstkontrolle trotz Teamkonflikten am Arbeitsplatz.

Lieber Matthias, Ihre Frage berührt einen wichtigen Aspekt der beruflichen und persönlichen Entwicklung, besonders in der Phase vor dem Ruhestand. Es ist verständlich, dass Konflikte im Team belastend wirken können, und Ihr Wunsch, konstruktiv damit umzugehen, zeigt eine reife Haltung. Die bewusste Entscheidung, an Ihrer Selbstentwicklung zu arbeiten, ist in dieser Lebensphase ein wertvoller Schritt. Lassen Sie uns einige psychologische Perspektiven und Kommunikationsstrategien erkunden, die Ihnen helfen können.

Zunächst ist es hilfreich, Ihre eigenen emotionalen Reaktionen in Konfliktsituationen zu beobachten. Nehmen Sie sich einen Moment, um zu spüren, was in Ihnen vorgeht, wenn ein Konflikt entsteht. Selbstreflexion ist der erste Schritt zur besseren Selbstkontrolle und zum Erhalt Ihres inneren Friedens. Versuchen Sie, zwischen der Situation selbst und Ihrer Interpretation zu unterscheiden. Oft belasten uns nicht die Fakten, sondern unsere Gedanken darüber. Eine Technik aus der kognitiven Psychologie ist, diese Gedanken zu hinterfragen: Sind sie hilfreich oder übertrieben? Dies kann Ihnen helfen, gelassener zu reagieren.

In der Kommunikation können Sie aktiv zuhören, um Missverständnisse zu reduzieren. Das bedeutet, Ihr Gegenüber ausreden zu lassen und in Ihren eigenen Worten zusammenzufassen, was Sie verstanden haben. Aktives Zuhören signalisiert Respekt und kann Eskalationen vorbeugen. Stellen Sie offene Fragen, um die Perspektive der anderen Person zu erkunden, anstatt sofort in eine Verteidigungshaltung zu gehen. Sagen Sie beispielsweise: 'Können Sie mir mehr dazu erzählen, wie Sie die Situation sehen?' Das schafft Raum für Dialog.

Für Ihre Selbstentwicklung ist es auch wertvoll, Konflikte als Lernchancen zu betrachten. Jede schwierige Interaktion kann Ihnen etwas über Teamdynamiken oder über Ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse lehren. Die Fähigkeit, aus Konflikten zu lernen, stärkt Ihre Resilienz und persönliche Entwicklung. Überlegen Sie, welche Werte Ihnen im Berufsleben wichtig sind, zum Beispiel Respekt oder Zusammenarbeit, und richten Sie Ihr Handeln danach aus. Das gibt Ihnen Halt und Orientierung.

Zudem können Sie Techniken zur Stressreduktion in Ihren Alltag integrieren, wie kurze Atemübungen oder einen Spaziergang in der Pause. Regelmäßige Selbstfürsorge hilft, die emotionale Belastung durch Konflikte zu puffern. Da Sie kurz vor dem Ruhestand stehen, könnten Sie auch die Perspektive einnehmen, dass diese Phase eine Übergangszeit ist, in der Sie bereits wertvolle Erfahrungen sammeln, die Sie mitnehmen können. Denken Sie daran, dass es in Ordnung ist, Grenzen zu setzen und sich bei Bedarf auch aus einer hitzigen Diskussion kurz zurückzuziehen, um Luft zu holen.

Abschließend möchte ich betonen, dass es nicht darum geht, jeden Konflikt zu lösen, sondern Ihren Umgang damit zu verbessern. Ihre Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, ist eine Stärke, die Sie durch diese Zeit tragen kann. Wenn Sie merken, dass die Belastung sehr hoch bleibt, kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung durch Coaching oder Gespräche mit Vertrauenspersonen zu holen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf diesem Weg.

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