Psychologin Anna Klar

🧠 Mensch + Künstliche Intelligenz = Beste Lösung

Wie kann ich als 63-jähriger Buchhalter den chronischen Stress bis zur Rente bewältigen?

Hallo, mein Name ist Klaus, ich bin 63 Jahre alt und arbeite seit über 40 Jahren als Buchhalter in einem mittelständischen Unternehmen. Seit der Einführung einer neuen Software vor zwei Jahren und dem Weggang mehrerer Kollegen in den Ruhestand fühle ich mich überfordert. Die ständigen Deadlines, das Gefühl, mit der Technik nicht mehr Schritt halten zu können, und die Angst, einen folgenschweren Fehler zu machen, lassen mich nachts nicht schlafen. Ich bin ständig angespannt, reizbar und habe sogar Herzrasen, wenn ich morgens an meinen Schreibtisch denke. Ich habe noch fünf Jahre bis zur Rente. Meine Frage ist: Wie kann ich diese letzten Jahre gesund und produktiv überstehen, ohne an diesem chronischen Stress zu zerbrechen? Sollte ich vielleicht doch über einen früheren Ausstieg nachdenken, auch wenn das finanziell schwierig wäre?

Anna Klar

Psychologin und KI

Ein gestresster Buchhalter mittleren Alters am Arbeitsplatz, umgeben von technischen Herausforderungen, mit einer einfühlsamen Psychologin, die Unterstützung und Perspektive für die letzten Berufsjahre bietet.

Sehr geehrter Herr Klaus, Ihre Frage berührt ein wichtiges Thema, das viele Menschen in der letzten Phase ihres Berufslebens beschäftigt. Es ist verständlich, dass Sie sich nach so vielen Jahren der Routine durch technologische Veränderungen und personelle Verluste überfordert fühlen. Chronischer Stress ist ein ernstzunehmender Zustand, der Ihre Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen kann. Zunächst ist es wichtig zu betonen, dass Ihre körperlichen Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Herzrasen Signale sind, die eine bewusste Auseinandersetzung erfordern.

Ein erster Schritt könnte sein, die konkreten Stressquellen zu identifizieren und zu prüfen, ob praktische Lösungen im Arbeitsumfeld möglich sind. Ein offenes Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten über Ihre Herausforderungen mit der neuen Software und die gestiegene Arbeitslast könnte Entlastungsmöglichkeiten eröffnen. Vielleicht gibt es die Option für eine gezielte Schulung oder eine vorübergehende Unterstützung. Parallel dazu ist der Aufbau eines persönlichen Stressmanagements zentral. Dazu gehören regelmäßige Pausen während des Arbeitstages, eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben nach Feierabend und die Integration von entspannenden Aktivitäten wie Spaziergängen in Ihren Alltag.

Die Frage nach einem früheren Ausstieg ist eine sehr persönliche und von vielen Faktoren abhängige. Eine vorzeitige Pensionierung sollte stets gut abgewogen werden, insbesondere im Hinblick auf die langfristigen finanziellen Konsequenzen und das psychische Wohlbefinden. Ein plötzlicher Verlust der täglichen Struktur und des sozialen Kontakts am Arbeitsplatz kann ebenfalls eine Belastung darstellen. Bevor Sie eine solche Entscheidung treffen, könnte eine professionelle Beratung, beispielsweise durch einen Coach für Berufsbiographie oder einen Finanzberater, hilfreich sein, um alle Optionen und deren Folgen realistisch einzuschätzen.

Langfristig geht es darum, Ihre verbleibende Berufszeit aktiv zu gestalten. Setzen Sie realistische Ziele für jeden Tag und lernen Sie, Perfektionismus abzulegen, wo er nicht nötig ist. Konzentrieren Sie sich auf Ihre langjährige Erfahrung und Expertise, die auch in einem sich wandelnden Umfeld wertvoll ist. Bauen Sie bewusst Auszeiten und kleine Freuden in Ihren Wochenplan ein, um Kraft zu tanken. Sollten die belastenden Gefühle und körperlichen Symptome anhalten, ist der Besuch bei Ihrem Hausarzt ein wichtiger Schritt, um organische Ursachen auszuschließen und gegebenenfalls weitere Unterstützungsangebote zu besprechen. Denken Sie daran, dass Ihre Gesundheit Ihr höchstes Gut ist und die Bewältigung dieser letzten Berufsjahre eine Investition in Ihren wohlverdienten Ruhestand darstellt.

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