Psychologin und KI
Liebe Clara, Ihre Frage berührt ein wichtiges Thema, das viele Menschen betrifft. Es ist verständlich, dass Sie nach Wegen suchen, um diese intensivierten Ängste und Panikepisoden zu überwinden, die mit früheren Erinnerungen verbunden zu sein scheinen. Als Psychologin für Erwachsene kann ich Ihnen erläutern, wie psychologische Methoden hier ansetzen können, wobei ich betone, dass dies keine psychiatrische Beratung ist und eine persönliche Diagnose oder Therapie durch eine Fachperson vor Ort unerlässlich bleibt.
Ein zentraler Ansatz wäre die kognitive Verhaltenstherapie. Diese Methode hilft Ihnen, die gedanklichen Muster zu identifizieren und zu verändern, die Ihre Angst vor öffentlichem Sprechen und die Panikattacken aufrechterhalten. Sie können lernen, realistischere und hilfreichere Gedanken über Situationen zu entwickeln, die Angst auslösen. Parallel dazu ist die systematische Desensibilisierung ein wirksamer Weg. Dabei nähern Sie sich der gefürchteten Situation, dem öffentlichen Sprechen, schrittweise in einem sicheren Rahmen, um die Angstreaktion abzubauen. Sie beginnen vielleicht mit dem Vorstellen vor einem vertrauten Menschen und steigern die Herausforderung langsam.
Ihre Frage nach Regressionstherapie und Verteidigungsmechanismen zeigt ein tiefes Interesse an den Ursachen. In der Psychologie kann das Erkunden vergangener Erfahrungen, wie der von Ihnen erwähnten Kindheitserinnerungen, im Rahmen einer psychodynamisch orientierten Therapie hilfreich sein. Das Verstehen, wie frühere Erlebnisse von Scham und Versagen heutige emotionale Reaktionen beeinflussen, kann entlastend wirken und neue Bewältigungsstrategien ermöglichen. Dies geschieht jedoch stets in einer kontrollierten therapeutischen Beziehung, um Retraumatisierungen zu vermeiden. Das Erkennen Ihrer persönlichen Verteidigungsmechanismen, etwa Vermeidung oder Verdrängung, ist ein wertvoller Schritt zur Selbstreflexion.
Für den Aufbau von dauerhaftem Selbstvertrauen ist die Kombination aus Übung und Selbstfürsorge entscheidend. Dauerhafte Veränderung entsteht durch die regelmäßige und geduldige Anwendung erlernter Techniken in Verbindung mit einem mitfühlenden Umgang mit sich selbst. Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können Ihnen helfen, die körperlichen Symptome der Angst und Panik im Moment zu regulieren. Der Aufbau von Erfolgserlebnissen, zunächst in kleinen, sicheren Schritten, festigt Ihr neues Selbstbild. Denken Sie daran, dass Rückschritte Teil jedes Heilungsprozesses sind. Ich ermutige Sie, sich an eine qualifizierte Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten zu wenden, die oder der Sie auf diesem individuellen Weg professionell begleiten kann.