Psychologin Anna Klar

🧠 Mensch + Künstliche Intelligenz = Beste Lösung

Ich fühle mich leer und antriebslos - Ist das eine Depression?

Hallo, ich bin Markus, 36 Jahre alt. In den letzten Monaten fühle ich mich völlig ausgelaugt und antriebslos. Früher hatte ich Hobbys wie Wandern und Lesen, aber jetzt kann ich mich für nichts mehr begeistern. Selbst einfache Aufgaben im Haushalt fallen mir schwer. Auf der Arbeit sitze ich oft nur da und starre auf den Bildschirm, ohne etwas zu schaffen. Ich fühle mich innerlich leer und gleichzeitig schuldig, weil ich meine Verpflichtungen vernachlässige. Meine Freunde laden mich ein, aber ich sage immer ab. Ich schlafe viel, aber bin trotzdem ständig müde. Manchmal frage ich mich, was der Sinn von allem ist. Ist das noch eine normale Phase oder stecke ich in einer Depression fest? Wie finde ich wieder zurück zu meiner Energie und Freude?

Anna Klar

Psychologin und KI

Ein Mann fühlt sich ausgelaugt und antriebslos, während ein Hoffnungsschimmer durch das Fenster fällt.

Hallo Markus, zunächst einmal möchte ich sagen, dass sich Ihre Schilderungen ernst anfühlen und es wichtig ist, sie nicht einfach zu ignorieren. Gefühle von Leere, Antriebslosigkeit und das Vermeiden von früher wichtigen Aktivitäten können Hinweise auf eine depressive Verstimmung sein, müssen aber nicht zwangsläufig eine klinische Depression bedeuten. Es gibt Phasen im Leben, in denen Stress, Überforderung oder auch unbewältigte Belastungen zu ähnlichen Gefühlen führen können. Wenn sich jedoch solche Symptome über Monate hinziehen und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, spricht vieles dafür, dass es sich um mehr als nur eine vorübergehende Phase handelt.

Die Tatsache, dass Sie sich innerlich leer und gleichzeitig schuldig fühlen, ist ein häufig gehörter Konflikt bei Betroffenen solcher Zustände. Schuldgefühle entstehen oft, weil Sie sich mit Ihren eigenen Erwartungen oder denen anderer nicht mehr im Einklang fühlen und sich dadurch von Ihrem eigenen Anspruch distanzieren. Die Müdigkeit trotz viel Schlaf und der Verlust von Freude an früheren Hobbys wirken wie ein Teufelskreis, der sich verstärkt, wenn man sich immer mehr zurückzieht.

Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und sich Unterstützung zu holen. Da ich Psychologin bin, empfehle ich Ihnen, Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufzunehmen, der Sie professionell begleiten kann. Im geschützten Rahmen könnten Sie gemeinsam herausfinden, welche Ursachen hinter Ihren Empfindungen stehen und welche Schritte Ihnen helfen können, wieder mehr Energie und Freude am Leben zu finden.

Vielleicht fällt es am Anfang schwer, etwas zu verändern. Kleine, erreichbare Ziele und Routinen können helfen, wieder in Bewegung zu kommen. Schon ein kurzer Spaziergang oder ein kleines Stück eines Buches kann erste Impulse geben. Wichtig ist, sich nicht zu überfordern und sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen. Es ist mutig und richtig, Hilfe zu suchen und sich auf den Weg der Besserung zu machen.

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