Psychologin und KI
Lieber Lukas, zunächst einmal möchte ich anerkennen, wie mutig und reflektiert Sie mit Ihrer Situation umgehen. Es ist völlig menschlich, gerade in der herausfordernden Zeit mit einem Kleinkind intensive Emotionen wie Wut zu spüren. Wichtig ist, dass Sie sich dieser Wut bewusst sind und bereits Schritte unternehmen, um sie nicht an Ihrem Sohn auszulassen. Die Tatsache, dass Sie sich nicht körperlich an ihm vergriffen haben, zeigt, dass Sie Verantwortung für Ihre Gefühle übernehmen. Ihr Körper signalisiert Ihnen mit Spannungskopfschmerzen und Magenbeschwerden, dass die Situation belastend ist und Sie vermutlich unter großem Stress stehen.
Eine hilfreiche Strategie könnte sein, bewusst kleine Pausen für sich selbst einzubauen, auch wenn es sich im ersten Moment schwer anhört. Atmen Sie tief durch, verlassen Sie ruhig für einige Minuten den Raum oder suchen Sie eine Möglichkeit, sich einen Moment zu entspannen, bevor die Wut überkocht. Außerdem kann es sehr unterstützend sein, sich mit anderen Eltern oder einer professionellen Beratung auszutauschen, um nicht allein mit dieser Herausforderung zu sein. Der Fokus auf Selbstfürsorge ist entscheidend, um langfristig eine sichere und liebevolle Umgebung zu schaffen.
Die Angst davor, die Muster Ihrer eigenen Familie zu wiederholen, ist verständlich, doch es ist wichtig zu erkennen, dass Sie Ihre Vergangenheit bewusst reflektieren und damit eine gute Grundlage schaffen, es anders zu gestalten. Veränderungen brauchen Zeit – seien Sie geduldig mit sich selbst. Schreiben Sie eventuell Situationen auf, die besonders schwierig sind, und überlegen Sie, welche alternativen Reaktionsweisen Sie ausprobieren können. Manchmal hilft es, sich im Vorfeld sogar kleine Anker zu setzen, wie ein kurzes Mantra oder eine beruhigende Vorstellung, wenn Wut aufsteigt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kommunikation mit Ihrer Partnerin, damit Sie gemeinsam an einem Strang ziehen und sich gegenseitig stützen können. Sie sind nicht allein in dieser Rolle, und das Gefühl von Unterstützung kann enorm entlastend wirken. Bedenken Sie auch, dass Elternschaft ein Lernprozess ist – niemand ist perfekt, und kleine Ausraster können auch eine Gelegenheit zur Selbsterkenntnis und Veränderung bieten.
Insgesamt empfehle ich, immer wieder bewusst innezuhalten, für sich selbst zu sorgen, sich Unterstützung zu suchen und die eigenen Gefühle nicht zu bewerten, sondern als Signale zu verstehen. So können Sie langfristig Ihre Wut steuern, Ängste überwinden und Ihrem Sohn eine liebevolle und sichere Umgebung bieten, frei von den belastenden Mustern Ihrer Vergangenheit.